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Marco ganz locker, per du!

Der Interview-Termin war für die kurze Pause der Show "Hank Hoover" vorgesehen. Also rannten wir, als die Lichter angingen, schnell aus dem Theatersaal Richtung Treffpunkt mit René Tanner – Pressesprecher von Marco Rima -, der war auch schon da und brachte uns in den Gang hinter der Bühne, wo wir ganz nervös auf Marco warteten. Und da kam er auch schon: ganz schwarz angezogen, voller Schminke und Gel in den Haaren, ein bisschen verschwitzt und angespannt.

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Ruhe herrscht im Backstage-Bereich

Zuerst stellte René uns Marco vor und sagte:" Das sind eben Raphael und Gian von deiner Fanpage." Marco antwortete ganz glücklich: "Wau, eine Fanpage nur über mich, muss ich mal reinschaun, aber ich habe leider kein Internet!" (was uns ganz überraschte). Kein Internet? Käme für uns nicht in die Frage, aber das konnten wir ihm leider nicht beibringen, denn jemand aus der Technik redete mit Marco. Marco hatte nämlich das Gefühl, der Ton sei nicht ganz klar. Dann zog sich Marco mit uns in sein Privatgemach zurück, ein ganz kleines Zimmer mit einer Pritsche und zwei Sesseln. Da es bei den letzten beiden Vorstellungen sehr spät wurde, übernachtete Marco sogar in diesem Zimmer. Während wir noch unsere Fragen auspackten, redete Marco mit einem Freund über die Verpatzer in der ersten Hälfte der Show.

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voller Gel

Marco Rima hatten Sie schöne Ferien?

(ein Leuchten blitzt in seinen Augen auf) Ja, das waren wunderbare Ferien, wirklich! Für drei Wochen war ich mit meiner Freundin Johanna Christine Gehlen (Anmerkung: die er bei den Dreharbeiten zum Film "Der Kinderhasser" kennenlernte) auf den Seychellen.

Diese Ferien haben Sie ja wirklich auch gebraucht?

Du musst mir du sagen, sonst komme ich mir gleich schon so alt vor! Ja, die Ferien brauchte ich wirklich, denn ich war sehr krank!

Deine Freundin Christine ist ja aus Hamburg (Deutschland). Geht eine Beziehung über die Grenzen hinaus gut? Jetzt fängt das ja wieder an, das Hin-und-Her?

Johanna ist auch Schauspielerin und in diverse Projekte involviert. Und natürlich sieht man sich nicht sehr häufig, wobei sie jetzt gerade eine Filmabdrehung hatte und wir mehr Zeit verbrachten. Klar, die Distanz ist schon gross zwischen Hamburg und Zug. Aber wir sind einfach guter Dinge und machen das Beste daraus.

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Wie geht es mit dir nach Hank Hoover weiter?

Tja, im Moment habe ich zwei, drei Anfragen, die aber noch nicht spruchreif sind, das eine wäre ein Kinofilm und das andere ein Mehrteiler im Bereich Beziehungskomödie. Ich muss jetzt mal schauen, was sich ergibt.

Hast du denn auch vor, vielleicht wieder mal bei einer Sendung mitzuwirken, die dem Format der Wochenshow gleicht? Anfragen müsste es ja genügend geben! (danke Stefan K. für diese Frage!)

Ich hatte einige Anfragen für Sendungen im Comedy-Format, aber ich mache jetzt seit 18 Jahren Comedy. Bei "Keep Cool" und jetzt auch bei "Hank Hoover" hatte ich die Möglichkeit das ganze Spektrum meines Könnens zu zeigen und auf das hin, hatte ich wieder Lust, etwas zu machen, was sich mit Comedy auseinandersetzt / mit Comedy zu tun hat, aber auf der anderen Seite reizt es mich schon lange, auch andere Facetten von mir zu zeigen. Die schreien schon ganz danach, dass sie auch endlich zu ihrem Recht kommen. (Marco grinst!)

Das mache ich, weil ich einfach Lust dazu habe und weil ich auch spüre, dass ich das wirklich will und muss. Es ist mir eigentlich egal, ob ich damit Erfolg oder nicht Erfolg habe, denn ich glaube, ein guter Komiker wird nur dann ganzheitlich, wenn er in allen Bereichen schon gearbeitet hat. Denn zu der Comedy gehört ja auch der ernste Teil.

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Willst du mehrheitlich in der Schweiz bleiben oder wird es dich nochmals über die Grenzen hinaus ziehen?

Also vom Programm her bleibe ich ja bis Mitte dieses Jahres in der Schweiz, wegen der "Hank Hoover-Tournee". Ob ich mit "Hank Hoover" auch in Deutschland auftreten werde, sehen wir noch. Fernsehtechnisch wohl kaum, denn hier in der Schweiz läuft ja in dieser Hinsicht nicht soviel, obwohl ich sehr gerne so etwas machen würde.

Schauen wir mal zurück in deine Kindheit, warst du schon immer so spontan?

Hm, ja, gut es ist tagesabhängig. Gut, also in der Schule und im Militär war ich immer schon ein Spassvogel oder "Kompaniechalb", was aber dazumal nicht soviel mit Spontaneität zu tun hatte, sondern eher mit Stören. Und eben wie gesagt, es gibt Tage, da bin ich sehr gut drauf und kann sehr gut auf die Leute reagieren, aber dann gibt es auch diese Tage, wo einem alles schwerfällt und einem nicht soviel einfällt. Für mich ist die Bühne daher wie auch bisschen ein Ventil. Also, ich bin sehr froh, dass ich das beruflich machen kann und dann die Möglichkeit auch da ist, dass man privat einigermassen normal tickt.

Was für schlimme Sachen, also Streiche hast du denn während deiner Schulzeit gemacht?

Ich habe eigentlich gar nicht soviele Streiche gemacht - ich weiss nur, dass ich ziemlich viel vor der Türe gewesen bin, fast mehr als im Klassenzimmer. Es war natürlich immer auch ein bisschen vom Lehrer abhängig: da gab es welche, die mich immer sofort rausgeschmissen haben, aber es gab auch ein, zwei Lehrer, die das super aufgefangen haben und mir die Möglichkeit gaben, eine halbe Stunde Show zu machen und das war ziemlich "lässig"!

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Warst du aber ausserdem ein braver Schüler ?

Neeeei, ein braver Schüler bin ich nicht gewesen. Also wenn mich etwas nicht interessierte, habe ich mehr mit meinen Nachbarn geplaudert, als dem Unterricht zu folgen.

Hast du jetzt – nach der Wochenshow – mehr Freizeit?

Ich habe sicherlich mehr Freizeit, als während der Zeit mit der Wochenshow.Das war trotz all dem Reise-Stress eine wunderbare Zeit und hat mir natürlich die Türen nach Deutschland weit geöffnet. Aber ich bin froh, dass es vorbei ist, weil die drei Jahre Hin-und-herfliegen hart waren. Ich habe ja noch zwei Kinder, die ihren Papi schon auch noch sehen und mit ihm selber spielen wollen.

Wie war denn so eine Arbeitswoche bei Brainpool/Wochenshow?

Also, meistens wurden am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag die Aussenaufnahmen gedreht. Am Freitag gabs eventuell noch einen kleinen Einspieler und am Nachmittag probten wir im Studio. Anschliessend wurde die Sendung ja mit Live-Publikum aufgezeichnet. Am Samstag flog ich dann nach Hause und hatte am Abend auch noch eine "Hank Hoover" -Vorstellung. Am Sonntag und Montag folgten ja auch Hank Hoover-Vorstellungen und dann ging es wieder ab nach Köln. Also eine 7-Arbeitstagen-Woche. Das machte ich lange Zeit so und dann wurde es mir zu viel

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Hast du noch Kontakt zu deinen Wochenshow Kollegen Anke, Ingolf und Bastian?

Natürlich, ich war jetzt ja auch bei der Feier zur 100. Wochenshow und hatte mich sehr gefreut, meine Kollegen zu sehen. Ich werde sie ja auch bald wieder treffen, weil wir ja nominiert wurden für die Goldene Rose von Montreux!

Anke Engelke hat ja bei diversen Szenen zu Hank Hoover mitgespielt. Wie kam es dazu?

Dadurch, dass wir zusammen gearbeitet haben, habe ich ihr einmal ein paar Ideen von mir präsentiert und sie gefragt, ob sie mitmachen würde. Klar, dass war natürlich auch ein Freundschaftsdienst von Anke und für unsere Show ist es eine riesige Bereicherung.

Wie wurde die Wochenshow überhaupt auf dich aufmerksam?

Das war eigentlich ein Zufall. Ich gastierte gerade mit "Keep Cool" in Köln, als mich Ralph Günter (Produzent der Wochenshow) einlud auf ein Casting, weil er sich offenbar dachte, dass ich ein gewisses Potential besitzen würde. Das Casting selber habe ich aber wirklich als furchtbar empfunden. Ich ging wirklich mit einem schlechten Gefühl nach Hause und sagte mir: "Jetzt ist es wirklich aus, Sense; Amen, Schluss, du wirst nie mehr am Fernsehen nur etwas machen! Du kannst nichts, du bist nichts!"

Ja, aber dann haben sie sich nach dem zweiten Durchgang doch für mich entschieden, als ich mit Anke Engelke eine Szene gespielt habe.

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Bekommen die Wochenshow-Darsteller viel von Ihren Fans mit?

Ja, natürlich immer mehr. Also, ich stelle vor allem auch fest, dass sowohl in Deutschland, als auch hier in der Schweiz sehr viele Leute die Wochenshow schauen. Ich meine, das sieht man ja auch an den Quoten, die zwischen 4 und 6 Millionen Zuschauern liegen, selbst die Classics, also die Wiederholungen. Natürlich bekommt man da ein riesiges Feedback. Das ist ja auf eine Art auch schön, denn jeder von uns, der auf der Bühne steht, ist auf eine gewisse Art eitel und will im Mittelpunkt stehen. Ja, dann freut mich sich natürlich ab Reaktionen, wenn man positiv auffällt.

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Der Regisseur kommt herein und sagt, dass Marco noch 10 Minuten habe. Marco ist aber gelassen und verlangt noch ein bisschen Tee.

Du hast eine Primarlehrer-Ausbildung aber was war früher dein Traumberuf?

Eigentlich wollte ich schon immer auf die Bühne, obwohl ich keine professionelle Theaterausbildung habe. Ich denke, der klassiche Werdegang wäre für mich auch nicht gut gewesen, weil ich mich mit meinem Kabarettprogramme über "Keep Cool" weiterentwickeln konnte. Ich durfte mit Leuten aus der Wochenshow zusammenarbeiten, wo ich mein Deutsch verbessern konnte. Ja, und jetzt sind es bald 20 Jahre, dass ich auf der Bühne stehe und das Arbeiten geht immer munter weiter.

Du bist ja als Spassvogel bekannt - gibt es deshalb auch Leute, die dich deswegen nicht ernst nehmen? (merci an Kati!)

Nein, dieses Problem habe ich noch nie gehabt. Das ist noch interessant. Ich glaube, immer wenn ich etwas ernsthaft gefragt wurde und ich ernst eine Antwort gegeben hatte, dass ich dann auch ernstgenommen wurde. Ich glaube, das ist auch eine Frage der Persönlichkeit und ich glaube auch, dass ich mich von meinen Bühnenfiguren unterscheide. Das ist ein sehr wichtiger Punkt!

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Zu Hank Hoover, wie ist das Riesenprojekt enstanden? Wer erfand die Ideen, warst du das?

Marco Schneider und ich haben schon vor Jahren über ein solches Projekt geredet, das sich in der Unterwelt der Menschheit abspielt. Ungefähr vor zwei Jahren haben wir mit René Tanner begonnen, einfach mal so die Ideen herauszu"brünzle". Wir haben dann auch Co-Autoren engagiert - so hat sich das immer mehr verdichtet. Es wurde begonnen, Songs zu schreiben, produziert etc. Von allen Seiten kamen die Ideen. Es waren zum Schluss 70 Leute, die bei "Hank Hoover" mitwirkten und es ist auch so, dass die Techniker manchmal super Ideen hatten. Es ist ja eigentlich so, dass sich das Programm von Abend zu Abend verbessert, weil man ja immer neue Gags erfindet. Manchmal muss man aber auch wieder zur Basis zurückkommen, weil man merkt, dass das Programm langsam "zerläuft".

Bei Hank Hoover redest du ja oft mit einem Video resp. einer Figur, die mit der Kamera aufgenommen wurde. Da musst du dich ja unglaublich fest an das Drehbuch halten und die Geschwindigkeit einhalten. Ist das nicht schwierig?

Die Koordination mit den Videoeinblendungen ist sicher etwas, was eine exakte Vorbereitung erfordert. Aber witzigerweise fühle ich mich doch recht frei, es ist eigentlich gleich, wie wenn ich mit einem Partner spielen würde. Ich weiss ja genau, wo was kommt. Klar gibt es Augenblicke, wo ich zu früh oder zu spät bin, aber so eine Boxernummer ist für mich viel schwieriger, weil es in den Bereich körperlicher Comedy geht und auch mit dem Stand-up Comedy Element zu tun hat. Ich hatte sogar Angst davor, denn da fragte ich mich, wie es bei den Zuschauern ankäme und ob ich es überhaupt noch könne.

Marco Rima, herzlichen Dank, dass du dir Zeit für unsere Fragen genommen hast und alles Gute, bis bald!

Ja, Merci euch. Es hat mir grossen Spass gemacht, mit euch zu plaudern und ihr könnt jederzeit wieder vorbeischaun, Auf Wiedersehen!

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Hast du immer noch Fragen? Schreib uns, wir leiten sie an Marco weiter!

marcorima@gmx.net